Stress hat viele Facetten. Ein wichtiger, aber oft unterschätzter Bereich davon ist unsere alltägliche Lärmbelastung. Diese kann gravierende negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben!

Unsere Ohren sind im Dauereinsatz: Den ganzen Tag über sind sie mal leisen, mal lauten Geräuschen ausgesetzt. Doch wann genau handelt es sich dabei um Lärm? Wir definieren Lärm sehr unterschiedlich. Für die einen mag ein elektrischer Gitarrenklang Lärm sein, für wiederum andere ist es ein Genuss, solchen Klängen zuzuhören. Über Musik lässt sich ja bekanntlicherweise streiten. Aber nicht nur laute Geräusche, sondern auch ein leiser Geräuschpegel, z.B. Bürolärm, kann Dich auf Dauer krankmachen.just ME lärm

Fakt ist: Lärm löst im Körper Stress aus.

Er schadet dabei nicht nur unserem Gehör, sondern auch das Herz-Kreislauf-System. So kann Lärm zu Bluthochdruck führen, das wiederum Herzinfarkte und Schlaganfälle auslösen kann. Aber auch ein niedriger Lärmpegel kann zu der Ausschüttung von Stresshormonen führen. Permanente Beschallung muss nicht unmittelbare Folgen für unseren Körper haben, kann aber ein weiterer Stressfaktor darstellen und so die Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflussen oder eine erhöhte Gereiztheit bewirken. Zudem wirkt sich Lärm auf unseren Schlaf aus.

Was können wir gegen den Lärm tun?

Ganz beseitigen lassen sich laute Geräusche nicht. Aber wir können trotzdem bestimmte Lärmquellen bewusst reduzieren:

  • Gerade die Lautstärke von Kopfhörern wird unterschätzt; es empfiehlt sich, sich nicht immer und überall von ihnen beschallen zu lassen. Achte zudem auf die Lautstärke: maximale Lautstärke geht nicht zwangsläufig mit maximalem Hörgenuss einher.
  • Vor allem beim Umgang mit lauten Geräten (Rasenmäher, Schleifmaschine, etc.) sollte ein Hörschutz getragen werden; ob Ohrstöpsel, Ohropax oder professioneller Kapselgehörschutz: sie alle sorgen für eine Entlastung Deines Gehörs.
  • Außerdem sollte insbesondere das Schlafzimmer vor lauten Geräuschen geschützt werden; es sollte zur ruhigeren Hausseite hin liegen. Lange Vorhänge und isolierende Fenster verringern z.B. den Schallpegel.
  • Für kurze Wege das Fahrrad nehmen: denn wenn wir Autofahren tragen wir automatisch zum Lärmpegel bei; daher sollten wir bewusst mal auf die Benutzung des Autos verzichten. Und das Tolle: neben körperlicher Aktivität sorgst Du auch für einen leiseren Verkehr und eine saubere Luft
  • Wie oft läuft der Fernseher oder Musik im Hintergrund und wir konzentrieren uns eigentlich auf etwas Anderes? Versuche den Fernseher nicht nebenher laufen zu lassen, sondern schalte ihn mal ab.
  • In der Stadt ist es oftmals laut und hektisch. Entziehe Dich bewusst diesem „Rummel“ und gehe in die Natur: sei es in einen Park, ein Waldgebiet oder auch der eigene Garten. Damit tust Du auch Deinem Körper etwas Gutes (erfahre hier mehr!).
  • Manchmal hilft es, Zuhause „ruhige Zeiten“ einzuführen. In dieser Zeit sollte keine laute Musik gehört werden oder der Fernseher laufen, sondern z.B. Bücher in die Hand genommen werden. Aber auch ein gemeinsamer Spieleabend kann gestaltet werden. Oder sei es nur das gemeinsame Abendessen: Handy, TV, Musik, etc. sollten dabei aus sein.

just ME ruhe

Neben den eigenen vier Wänden verbringen wir viel Zeit unseres Lebens auf der Arbeit. Es lohnt sich also,  einmal zu schauen, welche Lärmquellen dort existieren und ob man diese nicht verringern könnte.

Stille hat sich in unserer schnellen und lauten Welt als ein Luxusgut entwickelt. Die Stressquelle „Lärm“ wird oftmals unterschätzt. Aber wir sollten öfters Stille bewusst wahrnehmen und Achtsamkeit für uns und unser Leben entwickeln.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?